
Die Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien gehört zu den ältesten christlichen Kirchen der Welt. Ihre Wurzeln reichen bis in die apostolische Zeit zurück – nach Antiochien, eine der ersten Gemeinden, in der die Jünger Jesu „Christen“ genannt wurden (Apg 11,26). Die Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien ist eine heilige, universelle und apostolische Kirche. Sie leitet ihre Lehre von der Überzeugung ab, dass in der Heiligen Schrift göttliche Inspiration vorliegt. Dabei stützt sie sich auf die Auslegung der Heiligen Schrift durch die heiligen Väter sowie Traditionen, die sie von den heiligen Aposteln empfangen hat. Sie lebt in dem Glauben, wie er von den drei heiligen ökumenischen Konzilen von Nicäa (325 n. Chr.), Konstantinopel (381 n. Chr.) und Ephesus (431 n. Chr.) niedergelegt wurde.
In Deutschland ist die Syrisch-Orthodoxe Kirche seit den 1970er-Jahren durch die Einwanderung vieler gläubige Aramäer aus dem Nahen Osten, insbesondere aus der Tur Abdin-Region (Südosttürkei), stark gewachsen. Heute gibt es in vielen Städten lebendige Gemeinden, die Orte des Gebets, der Gemeinschaft und der Bewahrung unserer aramäischen Sprache und Kultur sind.
Unsere Kirche feiert die heilige Eucharistie in der aramäischen Sprache Jesu Christi, die bis heute in unseren Gottesdiensten lebendig geblieben ist. Sie verbindet damit uralte liturgische Tradition mit gelebtem Glauben im Hier und Jetzt. Auf TV-Bildschirmen ist es möglich, die Eucharistiefeier auch in deutscher und arabischer Sprache mitzuverfolgen.
Wir verstehen unsere Gemeinden als spirituelle Heimat für alle, die Trost, Gemeinschaft und Nähe zu Gott suchen – unabhängig von Herkunft oder Hintergrund.
